Seit fünf Jahren auf Welttournee
"Anders als bei den eher spartanisch ausgeschmückten Gitarren- und Gesangsstücken Matters formten die vier Musiker eine reichhaltige Version, welche ein zügiges Tempo vorlegte und mit viel Kontrabass versehen wurde ... Das Erstaunliche daran: Die Lieder blieben zwar dem Original immer ähnlich und treu, vermochten aber dennoch positiv mit raffinierten Neuerungen zu überraschen.
... Nicht nur die Zeit zwischen den Songs wurde ausgezeichnet ausgefüllt, auch musikalisch stachen einige Perlen vor allen anderen heraus. Blues-Versionen von «Schimpfwörter sy Glückssach» und «Die Strass, won i dran wohne» oder Stücke, welche Funk oder Gypsy Jazz als Stilvorlage gebrauchten. Durch ein geschicktes Line-up mischten sich ruhige Songs mit rassig vertonten, und diese Mischung vermochte die Zuhörer zu begeistern, was Schmezer und seine Band wiederum zu Höchstleistungen animierte. Die Spielfreude und Energie war fast mit den Händen greifbar, und der Funke sprang von Beginn weg auf das Publikum über.
... Das lag wohl auch an der Art, wie Schmezer und seine Band auftraten: Da wurde gestampft, «gschrisse» und auch mal auf ein Instrument «gchlöpft». Eine richtige Liveband mit riesiger Erfahrung war da am Werk, so meinte der Bandleader denn auch: «Wir sind eben seit fünf Jahren auf Welttournee … zwar immer in der gleichen Region, aber eigentlich auf Welttournee.»
Neue Luzerner Zeitung, 23.11.09
Alpenflug mit Matter-Chansons
"Das Konzert von Ueli Schmezer’s Matterlive vom Donnerstag auf dem Niesen war ein voller Erfolg. Dazu trug nicht nur die leidenschaftliche Musik der Berner bei, sondern auch das Ambiente auf dem Pramiden-Berg.
... Auf der Niesen Kulm, 2362 Meter über Meer, spielte die Band um Ueli Schmezer bei fabelhafter Aussicht zu einem musikalischen Höhenflug auf. Die vier Musiker genossen den Auftritt in luftiger Höhe offensichtlich; ihre gute Laune sprang sofort aufs Publikum über. Sie hätten schon immer hoch hinaus gewollt, scherzte Schmezer. «Aber jetzt sind wir wohl auf dem Gipfel; nach diesem Konzert gehts nur noch bergab».
Unterstützt von zwei Gitarristen, Mats Küpfer und Lucas Stähli sowie dem Bassisten Michel Poffet, die zusammen die Band «Vino Tonto» bilden, lud Ueli Schmezer zu einer Neuentdeckung von Mani-Matter-Chansons. Im Viererpack sind die Musiker « Matterlive» und spielen ausschliesslich Stücke des berühmten Troubadours. Ihre Interpretationen der Berndeutschen Klassiker sind erfrischend rassig, ohne dass sie auf Kosten der tiefgründigen Texte gehen.
... Auch Ueli Schmezer zeigte unbekannte Seiten. Der seriöse Kassensturz-Moderator entpuppte sich auf der Bühne als echter Entertainer. Seine Überleitungen waren witzig, seine Begeisterung für Mani Matter ansteckend. Entsprechend hingerissen war das Publikum; Trotz bescheidener Grösse (bei Konzerten im Berghaus Niesen finden nur rund 100 Personen Platz) verdankte es der Band den Auftritt mit tosendem Applaus."
Berner Zeitung, 22.8.09
Mattersongs im «Frohsinn»
Dass Ueli Schmezer nicht nur im Kassensturz kompromisslos Schlampiges und Konfuses aufzudecken vermag, sondern auch ein talentierter und erfolgreicher Sänger ist, merkten im «Frohsinn» auch die hintersten Zuschauer. Das Publikum genoss die mitreissende Flamenco-Rhythmen, den traurigen Blues und den rockigen Swing der sensationellen Band und mittendrin den Fernsehmann, der charmant, humorvoll und voller Achtung vor Mani Matter mit seinen Liedern zu verschmelzen drohte. Mit kleinen Geschichten brachte Schmezer das Publikum immer wieder zum Lachen, bis er und seine Band nach fast zweieinhalb Stunden mit der Zugabe «Hemmige» frenetischen Applaus ernteten. Wenn am Samstag, 12. Dezember, Peter, Finc und Band als Letzte in diesem Jahr zum Konzert aufspielen, kann das «Frohsinn»-Team mit Tobi Meyer, Tina Bossert und Robin Lüscher wiederum auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.
St. Galler Tagblatt 17.11.09